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Besuch bei SolarworldZu Besuch bei SolarWorld Innovations – Photovoltaik „made in Germany“ hat Zukunft

Die SolarWorld AG betreibt als internationaler Solarstromtechnologiekonzern neben dem Werk im US-amerikanischen Hillsboro (Oregon) im sächsischen Freiberg seine größte Fertigungsstätte für Solarmodule. Zentrale Geschäftsfelder sind die Produktion sowie der internationale Vertrieb im Bereich der multikristallinen Solarstromtechnologie. Die SolarWorld AG betreibt als internationaler Solarstromtechnologiekonzern neben dem Werk im US-amerikanischen Hillsboro (Oregon) im sächsischen Freiberg seine größte Fertigungsstätte für Solarmodule. Zentrale Geschäftsfelder sind die Produktion sowie der internationale Vertrieb im Bereich der multikristallinen Solarstromtechnologie. Dabei deckt SolarWorld alle Stufen der solaren Wertschöpfung ab – vom Rohstoff Silizium über Solarwafer, Solarzellen, Solarmodule bis zu schlüsselfertigen Solarstromanlagen sowie dem Recycling der Anlagen.

Auch die Zukunft sieht der letzte bedeutende deutsche Anbieter im Bereich der Photovoltaik in der vollintegrierten Produktion. Das Unternehmen will auch künftig in Deutschland produzieren und sieht wegen der gegenseitigen Abhängigkeiten Forschung und Produktion als Einheit. Ein Abwandern der Produktion nach Asien würde daher mittelfristig auch den Verlust der Forschungssparte in Deutschland nach sich ziehen.

Mit 136 Mitarbeitern ist die SolarWorld Innovations im Bereich Forschung und Entwicklung tätig. Hier wird an der technologischen Innovationskraft der SolarWorld AG gearbeitet. Sie trägt maßgeblich zur Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns in einem von Überangebot und Preisdruck geprägten Marktumfeld bei. Für die nahe Zukunft sei es wichtig, die Anstrengungen im Bereich der Speichersysteme auszubauen. Daher hat sich SolarWorld Abbaurechte für Lithium in Zinnwald (Erzgebirge) gesichert, da der Rohstoffbezug hier absehbar zum Engpass würde.

Mit Blick auf die Überarbeitung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) komme es darauf an, ein Quotenmodell abzuwenden, das den Ausbau der Photovoltaik in Deutschland abwürgen würde. Das Beispiel Großbritannien zeigt, dass durch dieses planwirtschaftliche Instrument die Strompreise nicht sinken. Notwendig ist aus Sicht des Unternehmens, bei der Förderung von Photovoltaik zwischen verschiedenen Anlagengrößen zu differenzieren. Bei Hausanlagen für den Eigenstromverbrauch müssen stärker Anreize gesetzt werden und nicht bei Großanlagen, die zunehmend schwieriger ins Netz zu integrieren sind.

Link zu SolarWorld Innvovations

Stephan Kühn

 

 

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