„Es geht nicht um VERbot, sondern um VERantwortung!“

claudia_leipzigAm Mittwoch fuhr die gesammelte grüne Mannschaft nach Leipzig, um Claudia Roth bei ihrem Auftritt  auf dem Salzgäßchen/Markt zu unterstützen.
Organisator war der Kreisverband Leipzig -ebenfalls stark vertreten – und so wuselten viele grüne Pullover durch die Leipziger Innenstadt, um Leute anzusprechen, Infomaterial herauszugeben, Pavillons aufzubauen, Blumensträuße zu arrangieren, Luftballons aufzublasen und und und.
Um 17 Uhr ging es dann endlich los: Einen grandiosen Anfang bildete der Leipziger Musiker Pit Strehl.
Danach sprachen die GRÜNEN-Spitzenkandidatin Monika Lazar und die GRÜNEN-Landesvorsitzende Claudia Maicher.
Und schließlich Auftritt Claudia, gewohnt herrlich bunt, gewohnt sympathisch und gut gelaunt. Nichtsdestotrotz hielt sie (nahezu frei) eine scharfe, sehr deutliche Rede, wobei sie besonders auf falsch (!) verstandene grüne Programmpunkte, wie den Veggie-Day, das Steuerprogramm oder die Energiewende, einging.
Den Zuhörern wurde damit hoffentlich klar:
Punkt 1) Der Veggie-Day ist kein Ausdruck einer grünen Verbotspolitik, sondern eine freiwillige Maßnahme und ein Anreiz, 1x am Tag, 1x in der Woche auf Fleisch zu verzichten und leckere vegetarische Gerichte für sich zu entdecken.
Außerdem: Unser übermäßiger Fleischkonsum ist schlecht für unsere Gesundheit (max. 300g/Woche wären vertretbar), belastet Böden (Monokultur wegen Tiernahrung, Einsatz von Düngemittel) und Luft (CO²- und Methan-Ausstoß), vergrößert die Armut in Entwicklungsländern (überschüssiges Fleisch aus der EU wird z.B. in Ghana verramscht und zerstört die Lebensgrundlage lokaler Bauern) und  fügt nicht zuletzt Tieren unsägliches Leid zu (Tipp: Arte-Doku „Nie wieder Fleisch?“).
Mensch, Leute, und da ist einmal Kartoffelgratin statt Schnitzel in der Woche Freiheitsentzug?!
Claudia sagte dazu sehr treffend: „Es geht nicht um VERbot, sondern um VERantwortung“.

Punkt 2) Das Steuerprogramm belastet nicht die fleißige Mittelschicht, sondern im Gegenteil entlastet sie. Höhere Belastungen gibt claudia_leipziges für die oberen 10%, alle anderen werden z.B. durch höhere Freibeträge entlastet. (Statt auf FDP hören, lieber selber nachrechnen: siehe hier)

Punkt 3) Das EEG war wichtig für den Start der Wende, um Erneuerbare Energien zu fördern. Das heißt aber nicht, dass nicht Nachbesserungen oder Anpassungen an neue Entwicklungen nötig wären. Diese wurden unter schwarz-gelb leider versäumt. Das Ziel einer ökologischen, dezentralen, demokratischen Wende wurde unter dieser Bundesregierung konterkariert. Die Grünen wollen das EEG reformieren und damit auch die Preissteigerungen stoppen. Übrigens: Nicht Öko-Strom lässt Preise steigen, sondern die übermäßigen und ungerechtfertigten Subventionen und Befreiungen für Unternehmen.
Nachzulesen hier.

Naja, jedenfalls zurück zu Claudia:
Mit ihrer besonderen Art hat sie uns und hoffentlich auch viele Anwesende bezaubert und den WählerInnen grüne Ziele näher gebracht.
Fazit: Die Rede war toll, der Tag in Leipzig war toll, Claudia war toll und – das sollte nochmal betont werden – die Musik war toll!

Mandy Zeidler, Christina Riebesecker, Alexander Wolff, Dirk Ackner
Praktikanten in der Landesgeschäftsstelle

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